Über den Deister gehen

Rund 30 Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Hannover liegt ein grünes Paradies: der Deister. Der Höhenzug mit seinen Buchen- und Tannenwäldern erstreckt sich in einer Länge von ca. 23 km und einer maximalen Höhe von 405m praktisch zwischen Bad Nenndorf im Westen und Springe/ Völksen im Osten.

In Hannover hört man oft die Redewendung: “ Über den Deister gehen“, wenn jemand oder etwas verschwindet, verstirbt oder kaputt geht. Zum Beispiel: „Der ist übern Deister“ – der ist verschwunden, kann aber auch bedeuten, dass jemand es geschafft hat (z.B. eine Krankheit überwunden etc.). Verwirrend.

Zur Herkunft der Redewendung gibt es zwei Deutungen :
1. Die Redewendung hat etwas mit der Flucht der männlichen Bevölkerung des damaligen Königreichs Hannover zu tun, die als Söldner an die Engländer im amerikanischen Befreiungskrieg verkauft wurden. Diesem entzogen sich einige durch Flucht über den Bergzug „Deister“ in das Königreich Preußen.
2. Vermutlich auf eine vorchristliche Opferstätte (Alte Taufe) auf dem Deister bezogen, wo angeblich Menschenopfer gebracht wurden.

Naja, diesmal sind wir über den Deister gegangen (27km in 8h mit 700 Höhenmetern).

 

 

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